"Hier soll nicht dem Kriege ein Denkmal gesetzt werden, sondern seinen Opfern"

(Verfasser unbekannt)

Auf einem vergilbten Brief fand ich im Jahre 1985 auf dem Dachboden des Hauses Friedrichstraße 2, Biskirchen folgende Zeilen, die ich mir von meiner Großmutter übersetzen ließ (auszugsweise):

 „... Es geht mir nicht zum Besten, Tag und Nacht keine Ruhe, meine Nerven ganz abgespannt und meine Gedanken ganz verworren, soweit bin ich im Kriege gekommen. Am Heiraten ist mir aller Appetit vergangen. Ich glaube, dass ich nie mehr dazu komme. Am Liebsten wäre ich tot, was habe ich nur auf der Welt Leid, Kummer und Elend....“

Der Schreiber dieses Briefes schließt mit den Worten:

„...O Herr, O Herr mach End, mit aller unser Not. Der groß Rückzug hat mich ruiniert...“

 Dieser Brief wurde am 26.10.1918 vom damaligen Sergeanten Hermann Emrich aus Biskirchen geschrieben und war der Anlass meines Interesses an der Geschichte des ,heute so genannten, 1. Weltkrieges. Meiner Meinung nach zeigt doch dieser Brief alle Schrecken und Gedanken eines Mannes, welcher 4 Jahre, von Beginn des Krieges im August 1914 bis zum Ende im November 1918, den Krieg erlebt hat.

Hermann Emrich wurde am 04.05.1887, als Sohn von Karl Emrich und seiner Frau Johannette, geb. Weber aus Biskirchen, wohnhaft (heutige) Friedrichstraße 2, geboren und verstarb am 29.11.1918 um 09.15 Uhr im Militärlazarett Antwerpen an Grippe. Er wurde auf dem Lazarettfriedhof in Antwerpen bestattet. In den 1950er Jahren erfolgte die Umbettung auf den Militärfriedhof Vladslo in Belgien.

Um mein Interesse mit Gleichgesinnten teilen zu können erforschte ich unter anderem das Internet und fand in den Webseiten www.altearmee.de und www.deutschland14-18.de hilfreiche und sehr detaillierte Informationen zu diesem Thema. Des weiteren fand ich hier die Möglichkeit zum Einstieg in mein neuestes Hobby "Lebendige Geschichtsdarstellung 1866-1918".

Da ich natürlich auch Bezug zu meinem Engagement in der Dorfgeschichte Biskirchens nehmen möchte, versuche ich möglichst detailgetreu das Infanterie-Regiment 81 darzustellen. Das IR 81 hatte seinen Friedensstandort in Frankfurt, im damaligen Preussen, zu der viele Männer unseres Gebietes gingen, um ihren 2-jährigen Wehrdienst abzuleisten. Da ich mit 35 Jahren aus der damaligen Reservistenzeit entwachsen bin und auch ein wenig zu viel Gewicht habe, begnüge ich mich mit der Darstellung eines einfachen Soldaten des Landwehr Infanterie Regimentes 81, welches hauptsächlich an ruhiger gelegenen Frontabschnitten eingesetzt werden sollte. Die Realität während des Krieges sah zumeist anders aus.

Mein erstes Event am 07.09.2002 auf der Festung Ehrenbreitstein, organisiert vom Landesmuseum Koblenz im Rahmen "Lange Museumsnacht". Damals noch mit geliehener Uniform des IR 121(Hiermit geht mein Dank an Jochen, www.dsm1918.de).

                      

Unten zwei Aufnahmen aus Verdun im April 2003. Ein von Wolfgang M. Merkel organisiertes Event, an dem ca. 80 Gleichgesinnte aus 6 europäischen Ländern teilnahmen. (Nun bereits mit der Uniform des LIR 81. Vielen Dank von dieser Stelle aus an Raffi, Monty und Kelly für die Hilfe)

               

 Besucher dieser Webseite, bei denen ich das Interesse für mein Hobby geweckt habe, können sich gerne zwecks weiterer Information an mich wenden. (Email: IR81@zutt.de).

Bei jedem Event, von denen viele in den europäischen Nachbarländern Deutschlands stattfinden, nutze ich die Gelegenheit und besuche Kriegsgräber von Gefallenen meiner Heimatgemeinde. Hierbei begleiten mich meine süddeutschen Mitstreiter, Bernd und Dietmar Fehrle, denen ich hiermit ebenfalls herzlich danken möchte.

Meine momentane Geschichtsdarstellung genieße ich in den Interessengemeinschaften der "Kameraden von 1914", www.zutt.de/k14.htm und "Alte Armee", www.altearmee.org

 


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